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Aktuelle News von der LAVEBA Energie finden Sie auf dieser Seite in der Übersicht. NEWS ÜBERSICHT Straße von Hormus: Schiffsverkehr eingeschränkt möglich 16. Juli 2026 Mit den Kampfhandlungen im Mittleren Osten ist der Transport von Waren durch die Straße von Hormus spürbar eingeschränkt, aber nicht stillgelegt. Der Iran spricht zwar davon, dass die Meerenge geschlossen sei, die USA hingegen bieten Schutz bei der Durchfahrt an und begleiten zivile Frachter bei der Passage. In den letzten sieben Tagen seien etwa 300 Schiffe durch die Straße von Hormus gefahren, von denen etwa die Hälfte Geleitschutz der USA in Anspruch genommen hätten. Das ist zwar nur ein Bruchteil der mehr als 100 Schiffe, die vor den US-Angriffen auf den Iran die Meerenge pro Tag passierten, komplett zu ist die Route damit aber nicht. Die US-Rohölbestände gestern hatten keinen wirklich großen Einfluss auf die Preisbildung, wenngleich der erste Eindruck etwas bearish gewesen ist. Zu sehr ist der Markt auf die Lage im Mittleren Osten fokussiert, wo sich täglich – teilweise mehrfach – neue Entwicklungen ergeben. Die Straße von Hormus scheint nicht komplett geschlossen zu sein, nachdem es den US-Streitkräften offenbar gelungen ist die iranischen Fähigkeiten zu schwächen. Dennoch bleibt der Transit zunächst gestört, was das Angebot verringert und die Preise an den Ölbörsen stützt. Aktuelle Zahlen deuten darauf hin, dass momentan etwa 3,9 Mio. B/T die Meerenge passieren. Eine weitere Eskalation könnte in der Straße von Bab el-Mandeb drohen, sollte der Iran diese ebenfalls schließen (15.07.2026 Iran droht mit Schließung anderer Meerengen). Dies würde die Preise sicherlich wieder nach oben schnellen lassen, da dies auch Öltransporte treffen würde, die die Straße von Hormus umgehen können. Grundsätzlich hat sich die Versorgungslage am Weltmarkt in den letzten Tagen negativ entwickelt. „Wir haben nicht nur die Transportkapazitäten durch die Straße von Hormus erneut verloren, sondern auch das Rohöl und die Raffineriekapazitäten aus Russland“, verweist Analyst Jeff Currie, von der Carlyle Group, auf die Ausfälle in Russland. Er fasst zusammen: „Ich würde sagen, die Lage auf den Energiemärkten ist ziemlich ernst.“ Dennoch reagieren die Ölbörsen heute Morgen bislang wenig bullish auf die eingeschränkte Versorgung, nachdem man diese Faktoren in den letzten Tagen bereits eingepreist hatte. Sollte es keine weitere Eskalation geben könnten dies für vorsichtige Gewinnmitnahmen sprechen, wobei klar sein sollte, dass längerfristige Ausfälle der Lieferungen aus Russland und aus dem Mittleren Osten die Preise schon bald wieder steigen lassen können. Bei Goldman Sachs geht man davon aus, dass Brent im vierten Quartal wieder auf 110 Dollar klettern könnte, bleiben die Exporte aus dem Persischen Golf eingeschränkt. Aber auch ein Abrutschen in die Region von 60 Dollar ist zum Jahresende denkbar, wenn die Spannungen abnehmen und sich das Angebot schneller als erwartet erholt. Trump droht Iran und rückt von 20% Gebühren ab 15. Juli 2026 Das US-Militär hat wie angekündigt seine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft gesetzt. Gleichzeitig setzten die USA ihre Luftangriffe auf iranische Ziele in der vierten Nacht in Folge fort und haben nach Angaben des Regionalkommandos CENTCOM zahlreiche militärische Ziele getroffen. Doch geht es nach Donald Trump, wird es dabei nicht bleiben. Der US-Präsident drohte dem Iran gestern Abend mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“. Daran scheint im Iran allerdings kein Interesse zu bestehen, im Gegenteil. Die iranische Revolutionsgarde drohte zurück, sämtliche Energieexporte aus der Region blockieren zu wollen und nahm erneut Golfstaaten wie Kuwait, Bahrain und die VAE unter Beschuss. Der Ölmarkt steht weiterhin unter dem Eindruck der Eskalation am Persischen Golf, wo die USA gestern ihre Seeblockade gegen den Iran wieder eingesetzt haben. Gleichzeitig drohte Donald Trump dem Iran mit weiteren Militärschlägen, die sich bereits in der kommenden Woche auch gegen zivile Infrastruktur wie Kraftwerke und Brücken richten könne, sollte Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Gleichzeitig setzten die USA ihre Luftangriffe gegen den Iran weiter fort und trafen in der Nacht Dutzende militärische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus sowie entlang der iranischen Küste. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) sollte die Operation Irans Fähigkeit weiter einschränken, die kommerzielle und zivile Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge zu bedrohen. Unterdessen ruderte Trump am Dienstag bei einem Vorhaben zurück, das er erst einen Tag zuvor angekündigt hatte: Demnach soll eine von ihm geforderte Abgabe von 20 % auf Transporte durch die Straße von Hormus nun doch nicht eingeführt werden. Insgesamt bleibt die Lage aber äußerst angespannt und die Zweifel daran, dass die im vergangenen Monat unterzeichnete Absichtserklärung zu einem dauerhaften Ende des Konflikts führen wird, werden immer größer. Der Konflikt und die Kampfhandlungen in der Region haben inzwischen auch zahlreiche andere Länder übergegriffen, zuletzt soll es auch wieder Angriffe zwischen Saudi-Arabien und den Irangestützten Huthi aus dem Jemen gegeben haben. „Der physische Ölmarkt ist zwar weiterhin ausreichend versorgt. Eine weitere Eskalation in der Straße von Hormus oder zusätzliche Sanktionen gegen iranische Ölexporte könnten die Marktstimmung jedoch rasch verschärfen und die Risikoprämien weiter steigen lassen“, ordnet Priyanka Sachdeva, leitende Marktanalystin bei Phillip Nova, die Marktlage ein. Chris Weston von der Pepperstone Group betont, dass sich der Ölmarkt nach seinem Anstieg von rund 70 Dollar wieder etwas stabilisiert habe. Dennoch gehöre weiterhin Mut dazu, die Straße von Hormus zu passieren, solange die Gefahr von Angriffen durch mit Teheran verbündete Kräfte bestehen bleibe. „Das sich weiter verschlechternde geopolitische Umfeld stützt die Ölpreise zusätzlich und dürfte Käufer dazu veranlassen, bei einem Anstieg in Richtung 90 Dollar erneut in den Markt einzusteigen“, so der Experte. Auch Tim Waterer von KCM Trade sieht erhebliches Aufwärtspotenzial für die Ölpreise. Sollten sich die Kämpfe ausweiten und Energieinfrastruktur beschädigt werden, sei ein Anstieg in Richtung 100 Dollar kurzfristig durchaus möglich. Der Analyst hält jedoch auch eine gegenteilige Entwicklung für durchaus möglich. Gelinge es durch diplomatische Bemühungen, die Straße von Hormus wieder vollständig für den Schiffsverkehr zu öffnen, könnten sich die Brent-Preise im Bereich von 75 bis 80 Dollar stabilisieren, meint der Experte. „Die geopolitische Risikoprämie ist derzeit zwar eingepreist, allerdings ist dies angesichts der weiterhin bestehenden Anreize für beide Seiten, eine diplomatische Lösung zu finden, kein endgültige Sache“. Kurzfristig bleibt die fundamentale Einschätzung allerdings bullish, da die US-Seeblockade und die anhaltenden Kampfhandlungen die Angebotslage wieder akut einschränken. Gleichzeitig bleiben durch die zahlreichen Raffinerieausfälle in Russland vor allem die Produktkontrakte gestützt, da sich hier ein globaler Versorgungsengpass abzeichnet. In diesem Zusammenhang werden die Anleger auch auf den DOE-Bericht am Nachmittag achten, nachdem das API einen Rückgang bei Benzin gemeldet hatte. VAE: Öltanker in Straße von Hormus unter iranischem Beschuss 14. Juli 2026 Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gab am heutigen Dienstag an, zwei emiratische Öltanker seien in der Straße von Hormus von iranischen Raketen getroffen worden. Bei dem Angriff auf die beiden Supertanker Mombasa und Al Bahiyah wurde ein Mitglied der Mombasa-Crew getötet. Zudem soll es acht Verletzte gegeben haben. Dem Ministerium zufolge verursachte der Angriff Brände auf beiden Schiffen. Diese seien zwar bereits unter Kontrolle, hätten jedoch zu beträchtlichen Schäden an den Tankern geführt. Das emiratische Verteidigungsministerium verurteilte den Angriff und behielt sich vor, auf den Angriff auf die beiden Supertanker zu reagieren, welche auf der südlichen Route - also in Omanischen Gewässern - unterwegs gewesen sein sollen. Hatten die Rohölkontrakte an ICE und NYMEX die Risikoaufschläge, die mit Beginn des Iran-Kriegs eingepreist worden waren, Ende Juni zeitweise wieder vollständig abgeschüttelt, so werden sie mittlerweile wieder mit solchen Risikoprämien gehandelt. Grund dafür sind die Versorgungsängste, die mit der jüngsten Eskalationsspirale zwischen den USA und Iran wieder zugenommen haben. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin die Straße von Hormus, wo der kommerzielle Schiffsverkehr wieder massiv beeinträchtigt ist, seitdem die USA und der Iran wieder Angriffe durchführen. So kündigte beispielsweise das US-Zentralkommando in der Region am gestrigen Montagabend für die Nacht auf Dienstag eine dritte Welle von Militärschlägen auf iranische Ziele an. Die von US-Präsident Trump gestern verkündete Wiederaufnahme der Seeblockade gegen den Iran soll laut CENTCOM dann heute um 10 Uhr (MEZ) beginnen. Der Iran greift derweil in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge immer wieder Schiffe an. Dabei wurden laut dem Verteidigungsministerium der VAE zuletzt auch zwei emiratische Öltanker zum Ziel iranischer Marschflugkörper. Bei den beiden Schiffen soll es sich um Supertanker gehandelt haben. Schiffe dieser Größenordnung können mit bis zu 2 Mio. Barrel Rohöl beladen werden. "Die entscheidende Größe, die es zu beobachten gilt, ist der physische Transport von Rohöl durch die Straße von Hormus. Jede nennenswerte Blockade des Tankerverkehrs, ein anhaltender Rückgang der Schiffsbewegungen oder eine Unterbrechung der Exportströme würden wahrscheinlich einen weiteren Anstieg der Ölpreise auslösen", so Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova, zu den potenziellen Auswirkungen der Eskalation in der Region auf die Ölpreise. "Sollte das Öl hingegen trotz der militärischen Eskalation weiterhin fließen, könnte der derzeitige geopolitische Aufschlag allmählich schwinden", führt Sachdeva aus. Wichtig wird außerdem sein, wie Ernst es den USA mit der angekündigten "Servicegebühr" 20 % für die Gewährleistung der sicheren Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus ist. Bei einem Rohölpreis von 80 Dollar pro Barrel könnte sich dieser Kostenpunkt für einen vollbeladenen Supertanker auf etwa 30 Mio. Dollar belaufen. US-Präsident Trump gab gestern an, die Vergütung zu diesem Prozentsatz "aus Gründen der Fairness" einzufordern, da die USA als "Wächter" der Meerenge zum Einsatz käme. Der gemeine Ölhändler hat möglicherweise also wohl bald die Möglichkeit auszuwählen, auf wessen Konto er sein Geld für die sichere Durchfahrt der Meerenge lieber überweist - den USA oder dem Iran. Ob und wie sich die jüngste Eskalation im Nahen Osten auf die Ölexporte der USA in der vergangenen Woche ausgewirkt hat, wird morgen der offizielle Ölmarktbericht des DOE zeigen (16:30 Uhr). Das API wird heute Nacht wie üblich erst einmal seine Schätzungen zur Entwicklung der US-Ölbestände für die Woche zum 10. Juli herausgeben (Mittwochfrüh auf unseren Seiten verfügbar). Davon abgesehen stehen heute auch noch die US-Inflationsdaten für Juni im Fokus, die die Spekulationen der Marktteilnehmer über den weiteren Zinskurs der Fed beeinflussen werden. Fällt die Teuerungsrate höher aus als erwartet, würde dies die Wahrscheinlichkeit für mehrere Zinsanhebungen vor Jahresende wieder erhöhen, was den Dollar stützen und die Ölpreise belasten würde. Iran übt Vergeltung und trifft auch kuwaitische Ölanlage 13. Juli 2026 Die Revolutionsgarden (IRGC) ließen die jüngste Runde an US-Angriffen auf Ziele im Iran nicht unbeantwortet. Eigenen Angaben zufolge trafen sie bei ihren Vergeltungsschlägen unter anderem US-Militärstützpunkte in Bahrein sowie Kraftstoff- und Munitionslager einer jordanischen Militärbasis, die auch von den US-Streitkräften genutzt wird. Auch Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait berichteten gestern von iranischen Luftangriffen. Erstmals seit mehreren Wochen soll der Iran auch eine kuwaitische Offshore-Ölbohranlage ins Visier genommen haben. Dabei soll ein Arbeiter verletzt worden sein. Welche Anlage der Kuwait Oil Company genau getroffen wurde, ist noch unklar. Die Preise an den Ölbörsen legten zu Beginn der neuen Handelswoche wieder einmal sprunghaft zu, nachdem sich die Lage in der Region in und um den Persischen Golf über das Wochenende nicht entspannt hat, sondern noch weiter eskaliert ist. Besonders der Schiffsverkehr über die Straße von Hormus steht dabei wieder im Vordergrund. Zwar gab US-Präsident Donald Trump am Sonntagabend an, die Straße sei trotz der jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Iran weiterhin geöffnet, laut Tankertracking-Daten des Informationsdienstleisters Kpler soll die Anzahl der Schiffe, die die Meerenge gestern passierten, allerdings nur bei 6 gelegen haben und damit auf dem niedrigsten Stand seit fünf Wochen. Auch die Vergeltungsschläge Irans, bei denen zuletzt offenbar auch eine Offshore-Ölbohranlage Kuwaits getroffen wurde, dürften die Sorgen der Marktteilnehmer im Hinblick auf Angebotsausfälle wieder befeuert haben. Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee geht angesichts der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass die Ölpreise "wohl schrittweise steigen (dürften), solange die Angriffe andauern und die Durchfahrt durch die Meerenge nur zögerlich erfolgt." Auch wenn die Lage in der Region zuletzt wieder eskaliert ist, ist sie laut Kavonic jedoch "weit von einem umfassenden Konflikt entfernt." Die IEA hatte ihre Prognose, dass der Ölmarkt gegen Ende des Jahres wieder zu einem Überangebot zurückkehren werde, in ihrem am Freitag veröffentlichten Juli-Monatsreport davon abhängig gemacht, dass sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus allmählich wieder erholen wird und erklärt, ein dauerhaftes Friedensabkommen zwischen den USA und Iran sei eine "unabdingbare Voraussetzung für die Normalisierung der Ölmärkte." Unterdessen wirkt sich der Ukraine-Krieg, beziehungsweise der durch die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russlands Energieinfrastruktur über die Produkte preistreibend aus. Luftangriffe am Persischen Golf reißen nicht ab 9. Juli 2026 Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Mittwoch neue Luftangriffe auf den Iran durchgeführt, Teheran reagierte mit Gegenschlägen in Kuwait und Bahrain. Auslöser für die neue Angriffswelle waren iranische Tankerattacken am Dienstag, in deren Folge Donald Trump gestern erklärt hatte, die vorläufige Waffenruhe mit dem Iran sei „vorbei“. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) teilte auf der Plattform X mit, man habe weitere Angriffe gegen den Iran begonnen, damit dieser die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus nicht mehr bedrohen könne. Zum Ziel wurden mehrere Standorte an der Südküste des Iran, darunter auch Bandar Abbas, Standort des größten iranischen Hafens sowie wichtiger Einrichtungen der Marine und der Revolutionsgarden an der Straße von Hormus. Die Lage am Persischen Golf bleibt heute das Hauptthema am Ölmarkt. Aktuell sieht es hier nicht nach Deeskalation aus, denn sowohl die USA, als auch der Iran haben ihre Luftangriffe fortgesetzt. Damit wachsen auch wieder die Sorgen um die Exportflüsse durch die Straße von Hormus, so dass die Ölpreise auch heute gestützt bleiben. Unterdessen bliebt die Situation im Nahen Osten volatil. Die USA haben in der Nacht zahlreiche Ziele im Süden des Iran ins Visier genommen, Teheran wiederum feuerte Rakete auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. US-Präsident Donald Trump hatte gestern die Waffenruhe für beendet erklärt, eine offizielle Antwort des Iran darauf gibt es nicht. Auch bleibt offen, wie und ob es mit den Verhandlungen weiter geht und ob eine neue Blockade der Straße von Hormus zu befürchten ist. Dies wäre für die globalen Ölmärkte eine Katastrophe, vor allem, nachdem es gerade erst nach einer Erholung ausgesehen hatte. Doch der Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge ist in den letzten beiden Tagen wieder deutlich eingebrochen, da den Reedereien und Schifffahrtsbetreibern das Risiko einer Durchfahrt aktuell zu groß ist. Sollte es wieder zu einem kompletten Stillstand kommen, dürfte das die Ölpreise wieder zurück auf ihre Spitzenniveaus aus dem Frühjahr katapultieren. „Die Entwicklungen der vergangenen 48 Stunden haben die Sorge verstärkt, dass ein Scheitern des vorläufigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran erneut zu Unterbrechungen der Ölversorgung führen könnte“, heißt es entsprechend bei der ANZ. Noch zu Beginn der Woche habe sich der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Wasserstraße erholt. Diese Entwicklung drohe nun gestoppt zu werden, da der Iran versuche, seinen Einfluss über die Passage wieder zu stärken. „Die Straße von Hormus war nie vollständig zu einem normalen Betrieb zurückgekehrt. Nun könnten zusätzliche Produktionsausfälle folgen“, warnt auch Henry Hoffman vom Catalyst Energy Infrastructure Fund. Eine weitere Eskalation könne erhebliche Schäden an der Energieinfrastruktur der Region verursachen, deren Auswirkungen weit über den ersten Preisanstieg hinausreichen würden. Ähnlich äußert sich Scott Shelton, Ölmarktanalyst bei TP ICAP. Sollte die Straße von Hormus erneut geschlossen werden, könnten die Ölpreise um weitere zehn US-Dollar pro Barrel steigen. „Wenn das Öl hingegen weiter fließt, dürfte das Aufwärtspotenzial von hier aus begrenzt sein“, so Shelton. Es bleibt nun abzuwarten, ob der Friedensprozess zwischen den USA und Iran noch eine Chance hat, oder ob sich zumindest für die Straße von Hormus eine funktionale Lösung findet, um den Schiffsverkehr zu sichern. Der Iran hatte hier zuletzt massiv auf Transitgebühren gedrängt, was die USA und viele andere Länder strikt ablehnen. Aus fundamentaler Sicht bleibt die Lage heute klar bullish, denn ein Ende der Eskalation am Persischen Golf scheint nicht in greifbarer Nähe zu liegen. Hinzu kommt, dass Russland gestern sein befürchtetes Diesel-Exportverbot ausgesprochen hat und damit die Angebotslage am Produktmarkt verschärft. Dementsprechend legen heute auch die Inlandspreise im Vergleich zu Mittwochmorgen stark zu. USA/Iran: Neue Angriffswelle und Sanktionsverschärfungen 8. Juli 2026 Die USA haben eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet und dabei nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele attackiert. Zudem hob Washington eine Ausnahmeregelung auf, die den erneuten Verkauf iranischen Öls ermöglicht hatte. Damit gerät das Friedensabkommen zwischen beiden Staaten nach einer Reihe von Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus weiter unter Druck. Nach Angaben des US-Zentralkommandos richteten sich die Angriffe gegen iranische Luftverteidigungssysteme und zahlreiche andere wichtige militärische Anlagen sowie mehr als 60 Schnellboote der Islamischen Revolutionsgarden. In einer am Dienstag auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung bezeichnete das US-Militär die Operation als „unmittelbare Reaktion“ auf die jüngsten iranischen Angriffe auf Handelsschiffe in der Meerenge. Die Ölpreise haben schon gestern Abend wieder angezogen und bleiben auch heute gestützt, nachdem die USA als Reaktion auf Tankerangriffe in der Straße von Hormus Ziele im Iran attackiert hatten. Die Eskalation verschärft die Spannungen in der Region erheblich. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden bei den Vergeltungsschlägen mehr als 80 Ziele getroffen. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi kündigte eine Reaktion Teherans an. Das US-Finanzministerium hat zudem eine Sanktionsausnahme aufgehoben, die dem Iran den Verkauf von Öl ermöglicht hatte. Damit macht Washington einen zentralen Bestandteil des mit der Islamischen Republik vereinbarten vorläufigen Friedensabkommens rückgängig. „Die jüngsten Ereignisse erinnern den Markt daran, wie fragil die Passage durch die Straße von Hormus nach wie vor ist“, kommentiert Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee. Dies stehe im Widerspruch zur bislang vorherrschenden Erwartung, dass ein Überangebot den Ölmarkt belasten könnte. Zugleich könnten die Vorfälle Händler dazu veranlassen, ihre Wetten auf fallende Ölpreise aufzulösen. Sollten die Spannungen anhalten und der Schiffsverkehr dauerhaft unter 50 Prozent des Vorkriegsniveaus bleiben, könnten die daraus resultierenden Lieferengpässe die Ölpreise weiter stützen, so Kavonic. Der Iran baut unterdessen seine Kontrolle über die Straße von Hormus aus und hat Schiffe angewiesen, eine Route näher an der iranischen Küste zu nutzen, anstatt der bisher üblichen Fahrrinne in Richtung Oman. Die USA bestehen dagegen darauf, dass die Wasserstraße – wie vor Ausbruch des Konflikts – für alle Schiffe frei passierbar bleiben müsse. Die Kontrolle über die Straße von Hormus zählt zu den zentralen Streitpunkten zwischen Washington und Teheran. Am Dienstag teilte der Iran der Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen mit, er beanspruche Hoheitsrechte über Teile der Wasserstraße. Vor dem Krieg wurde über die Meerenge täglich rund ein Fünftel des globalen Ölhandels abgewickelt. Zuletzt hatten die meisten Marktbeobachter eine schnelle Erholung am Persischen Golf eingepreist und ihre Angebotsprognosen wieder nach oben geschraubt. Erst gestern hatte die EIA für 2027 ein exorbitantes Überangebot von +5,03 Mio. B/T prognostiziert (07.07.2026 EIA: Massive Korrektur der bisherigen Erwartungen). Diese Schätzungen müssten wohl revidiert werden, sollte es zu einer neuerlichen Blockade der Straße von Hormus oder zu weiteren Beschädigungen an der Ölinfrastruktur der Golfstaaten kommen. Beruhigende Worte findet Marktexpertin Carolyn Kissane vom Center for Global Affairs der New York University. Ihrer Ansicht nach dürfte der Anstieg der Ölpreise nur von begrenzter Dauer sein, sofern es nicht zu weiteren Angriffen kommt. Die aktuelle Lage sei „die neue Normalität“: eine Waffenruhe, die faktisch keine echte Waffenruhe sei. Mit vergleichbaren Zwischenfällen müsse daher auch künftig in regelmäßigen Abständen gerechnet werden – und die Finanzmärkte hätten begonnen, sich darauf einzustellen. Neue iranische Angriffe auf Handelsschiffe 7. Juli 2026 Der Iran hat in der Nacht zum Montag mindestens zwei Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passierten, mit Raketen beschossen. Dies meldete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter. Der Vorfall stellt eine neuerliche Belastungsprobe für die fragilen Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran dar. Laut Axios wurden beide Schiffe erheblich beschädigt, Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden. Neben den Angriffen, von denen Axios berichtete, meldete heute früh auch die Britische Marinesicherheitseinheit UKMTO einen Angriff auf einen Tanker, der rund 15 Kilometer östlich von Limah im Oman von einem bislang unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die Attacken verdeutlichen die anhaltenden Risiken für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Die Lage am Persischen Golf bleibt weiterhin im Fokus der Ölmarktteilnehmer, nachdem es erneut zu Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gekommen war. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Risiken für den Schiffsverkehr auf der strategisch wichtigen Wasserstraße, obwohl die Ölströme in den letzten Wochen wieder an Fahrt aufgenommen haben. „Die jüngsten Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf zeigen, dass wir von einer Normalisierung noch weit entfernt sind“, meint Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING. Er vermutet, dass eine Reaktion der USA auf die Angriffe den Ölpreisen kurzfristig etwas Auftrieb verleihen könnte, rechnet aber Angesichts der insgesamt bearishen Marktstimmung und der Schwäche am physischen Markt nicht mit einem längerfristigen Preisanstieg. Die Angriffe erinnerten die Anleger daran, dass die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten weiterhin auf wackeligen Beinen stehe, warnt auch Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets. So könnte der Markt einen Teil der „Hormus-Risikoprämie“ wieder einpreisen. Allerdings glaubt die Expertin nicht, dass es wieder zu einer vollständigen Unterbrechung der Lieferungen kommen wird. Insgesamt, so Chanana, bleibe das fundamentale Umfeld für den Ölmarkt belastend. Die Saxo-Analystin zielt dabei auf die OPEC+ Förderunganhebungen, die Angebotserholung in der Golfregion und die bearishe Contango-Marktstruktur bei einigen Öl-Benchmarks ab. All das deute auf ein kurzfristig gut versorgtes physisches Marktumfeld hin. Mit der Erholung in der Golfregion richtet sich der Fokus der Händler zudem vermehrt auf das steigende Angebot und die Nachfrageaussichten. „Wir werden insbesondere auf erste Anzeichen einer Nachfragereaktion achten, vor allem aus China“, sagt Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade. „Der Markt hat viele der positiven Angebotsnachrichten bereits eingepreist. Die nächste Bewegung der Ölpreise wird davon abhängen, ob die tatsächliche Nachfrage mit den optimistischen Schlagzeilen Schritt hält.“ Unterdessen hat die Saudi Aramco gestern angekündigt, ihre Ölpreise für asiatische Kunden im August um 11 Dollar auf einen Abschlag von -1,50 Dollar gegenüber der regionalen Referenzsorte zu senken. Zuletzt hatte der Konzern sein Öl während der Preiskriege in den Jahren 2020 und 2015 mit einem Abschlag zur Benchmark Oman-Dubai Average angeboten (06.07.2026 Preiskampf eröffnet: Aramco senkt Ölpreise drastisch). Marktteilnehmer erwarten, dass andere Produzenten der Region nachziehen und damit faktisch einen neuer Preiskampf eingeleitet wurde. Der Schritt aus Riad folgt auf die Entscheidung der OPEC+-Staaten vom Wochenende, darunter Saudi-Arabien, ihre Förderquoten für den kommenden Monat anzuheben. Dies erhöht die Aussicht auf ein größeres Angebot am Weltmarkt. Zwar sind die zusätzlichen Fördermengen bislang überwiegend theoretischer Natur, doch signalisiert die Entscheidung den Willen der Produzenten, ihre Förderung mit der fortschreitenden Normalisierung der Marktbedingungen auszuweiten. Am Ölmarkt ergibt sich damit mehr und mehr ein Spannungsfeld aus kurzfristigen geopolitischen Risiken, die sich vor allem auch bei den Produkten durch die anhaltenden Raffinerieprobleme in Russland niederschlägt, und längerfristiger Aussicht auf Angebotsüberschuss und schwach bleibende Nachfrage – vor allem aus China. Die fundamentale Einschätzung bleibt damit erst einmal neutral, obwohl kurzfristig die bullishen Aspekte Oberhand gewinnen. Ölangebot erholt sich – bleibt aber gedämpft 6. Juli 2026 Auf globaler Ebene verbessert sich die Versorgungslage zunehmend, wenngleich diese noch nicht wieder auf altem Niveau angekommen ist. Die Förderung der OPEC+ war im Mai auf 33,13 Mio. B/T gesunken, während sie vor der Sperrung der Straße von Hormus im Februar noch bei 42,77 Mio. B/T gelegen hatte. Nun erholt sich die Förderung zusehends. Im Juni soll die Produktion der OPEC Länder um +3,3 Mio. B/T zugenommen haben. Wichtiger als die reine Förderung sind aber die Zahlen zu den Exporten – also wie viel tatsächlich aus dem Persischen Golf auf den Weltmarkt gelangt. Laut Datendienst Kpler sollen die Exporte aus der Region im Juni auf 9,62 Mio. B/T gestiegen sein, was noch immer nur etwa die Hälfte des Vorkriegsniveaus von ca. 18,4 Mio. B/T entspricht. Andere Quellen gehen bereits von Juni-Exporten jenseits der 10 Mio. B/T aus, Kpler hingegen taxiert die bisherigen Ausfuhren für Anfang Juli auf "nur" 9,99 Mio. B/T. Die Preise für Rohöl haben sich an den internationalen Ölbörsen in der vergangenen Woche nur noch mäßig nach unten bewegt. Der Großteil der Gewinnmitnahmen erfolgte in den Wochen zuvor und nach der Einigung auf einen 60 tägigen Waffenstillstand zwischen USA und Iran Mitte Juni. Mittel- und Langfristig werden die Produktionsmengen sicherlich weiter steigen, Knackpunkt wird allerdings weiterhin bleiben wie viel Öl tatsächlich durch die Straße von Hormus auf den Weltmarkt kommt und wie schnell die Produktionskapazitäten der Anrainer auf Vorkriegs-Niveau steigen werden. Noch liegen die Exporte rund 40 % unter den Mengen, die vor der US-Angriffe auf den Iran registriert wurden. Teilweise preist der Markt schon eine Überversorgung ein, wie sich an der beginnenden Contango Konstellation bei Brent zeigt (03.07.2026 Angebotsentspannung zeigt sich in Contango-Struktur). Allerdings ist dies eher eine Wette auf die künftige Entwicklung, die sich dann auszahlt, wenn sich die Lieferwege normalisieren und die OPEC+ Länder ihre geplanten Produktionssteigerungen auch tatsächlich umsetzen können. „Der kurzfristige Fokus wird darauf liegen, wie viele Tanker die Straße von Hormus passieren können und wie schnell sich die Nachfrage sowie die chinesischen Rohölimporte wieder erholen,“ so Analyst Giovanni Staunovo, von der UBS. Detailliertere Einblicke in die aktuelle Entwicklung hierzu wird es von den anstehenden Monatsreports von EIA, IEA und OPEC in dieser Woche geben. Vor allem der morgige EIA Report wird umfangreiche Zahlen zu Fördermengen, Nachfrage und der erwarteten Preisentwicklung liefern. Fundamental verpufft die Anhebung der OPEC+ Quoten, da diese auf den physischen Markt keinerlei Auswirkung haben wird – zumindest nicht kurzfristig. Da man zunächst weitere konkrete Zahlen zu Exporten und Förderung braucht, nehmen wir heute zunächst eine neutrale Haltung ein, während die mittel- bis langfristige Stimmung eher bearish ist. Kuwaits Rohölförderung im Juni deutlich gestiegen 3. Juli 2026 Die Lage am Persischen Golf hat sich so weit entspannt, dass die Produzentenländer ihre Fördermengen schneller als erwartet wieder hochfahren können. Auch Kuwait hat seine Rohölproduktion im Juni offenbar deutlich angekur-belt, so dass diese von 580.000 B/T im Mai auf 1,65 Mio. B/T gesprungen ist. In den letzten zehn Tagen des Juni erreichte die kuwaitische Produktion zeitweise sogar bis zu 1,9 Mio. B/T, wie es von einer anonymen Quelle hiess. Eine offizielle Bestätigung der staatlichen Kuwait Petroleum Corporation gibt es bisher nicht, allerdings hatte das Unternehmen schon am 18. Juni mitgeteilt, sämtliche während des Krieges gelten-den Force Majeure-Erklärungen aufgehoben zu haben. Ausschreibungsunterlagen zeigen zudem, dass Kuwait schon seit Mitte Juni wieder Rohölladungen zum Verkauf anbietet. Vor der Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran Ende Februar hatte Kuwait täglich rund 2,5 Mio. B/T geför-dert. Die Blockade veranlasste Kuwait und andere Golfstaaten wie Saudi Arabien und den Irak dazu, ihre tägliche Produktion um mehrere Millionen Barrel zu reduzieren. Der schneller als erwartete Anstieg der Fördermengen in diesen Ländern gilt nun am Ölmarkt als weiteres Indiz dafür, dass sich die Ölströme durch die Strasse von Hormus nach den kriegsbedingten Unterbrechungen rasch erholen. Die Kurse an ICE und NYMEX haben am Freitag vor dem langen Feiertagswochenende in den USA leicht zugelegt. Insgesamt bleiben die Ölbörsen allerdings unter Druck, da die Marktteilnehmer optimistisch auf die laufenden Be-mühungen der USA und Irans um eine Entspannung im Nahen Osten blicken. Gleichzeitig erholt sich die Lage im Persischen Golf zusehends. Entsprechend waren Brent und WTI gestern auf den tiefsten Stand seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar gefallen. Auf Wochensicht blieben die Kursbewegungen allerdings extrem gering. Brent ver-zeichnete einen Wochenrückgang von 0,02%, WTI legte minimal um 0,12% zu. Die Marktstruktur bei Brent ist unterdessen aber ins Contango umgeschwungen und signalisiert damit, dass die Anleger ihre Sorgen um eine Unterversorgung erst einmal wieder ad acta gelegt haben. Kein Wunder, haben doch die meisten Golfstaaten ihre Export und Produktionsmengen zuletzt schneller als erwartet wieder hochfahren kön-nen 02.07.2026 Saudische Rohölexporte nur noch knapp unter Vorkriegs Niveau; 30.06.2026 Iraks Ölexporte neh-men wieder an Fahrt auf, zuletzt offenbar auch Kuwait. Die Fundamentaldaten rücken rasch wieder in den Vordergrund, da die Störungen in der Strasse von Hormus nach-lassen und sich die Schifffahrtsströme normalisieren“, erläutern Francesco Martoccia und Eric Lee von der Citigroup. Sie empfehlen weiterhin, sommerliche Kursanstiege zum Verkauf zu nutzen, und erwarten, dass der Brent Preis bis zum Jahreswechsel auf 60 bis 65 Dollar pro Barrel fallen wird. Gleichzeitig warnen die Analysten, dass der Verhandlungsprozess zwischen den USA und Iran weiterhin fragil sei. Zudem gebe es nach wie vor Streit über die Verwaltung der Strasse von Hormus sowie mögliche Transitgebühren. Nach Angaben mit der Angelegenheit vertrauter Personen gehen einige europäische Staaten inzwischen davon aus, dass Gebühren für die Passage der Meerenge unvermeidlich werden. Schiffe müssten demnach künftig Zahlungen an den Iran und den Oman leisten. Schiffsverkehr erholt sich – Straße von Hormus bleibt Verhandlungsthema 2. Juli 2026 Der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Die Unterstützung des US-Militärs habe dazu beigetragen, dass die Ölexporte wieder auf mehr als 10 Mio. B/T gestiegen seien, sagte ein US-Regierungsvertreter. Damit hat sich das Verkehrsaufkommen seit den kriegsbedingten Einbrüchen erheblich erholt. Nach Daten des Analyseunternehmens Kpler passierten allein am Montag insgesamt 24 Frachtschiffe die Meerenge in beide Richtungen. Darunter befanden sich Öltanker, LNG-Tanker sowie Massengutfrachter. Zusammen verfügen die Öltanker, die in den letzten Tagen die Wasserstraße passierten, über eine Transportkapazität von rund 11 Mio. Barrel Rohöl. Die zunehmende Tankerbewegung gilt als klarerer Hinweis, dass Reeder und Versicherungsgesellschaften wieder mehr Vertrauen in die Sicherheit der Wasserstraße fassen. Die Ölpreise sind den dritten Handelstag in Folge gefallen. Ausschlaggebend sind steigende Öllieferungen durch die Straße von Hormus sowie Anzeichen für Fortschritte bei den indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Die Verhandlungen hätten bei Fragen rund um das „Memorandum of Understanding“, das den Krieg im Juni beendet hatte, „positive Fortschritte“ erzielt, erklärte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums auf der Plattform X. Auch US-Präsident Donald Trump sprach von Fortschritten bei den Gesprächen. „Die Preise geben weiter nach, da der starke Anstieg der Ölexporte durch die Straße von Hormus mit der Freigabe strategischer Ölreserven und einer gedämpften Nachfrage zusammenfällt. Gleichzeitig bleiben Spannungen zwischen dem Iran und den USA zumindest vorerst begrenzt“, kommentiert Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee. Schon gestern hatten die beiden Rohölkontrakte an ICE und NYMEX mehr als 1% verloren und damit den niedrigsten Stand seit vier Monaten erreicht. Marktbeobachter und Analysten gehen inzwischen wieder vermehrt davon aus, dass mit der Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus auch das schon letztes Jahr erwartete Überangebot am Ölmarkt wieder zurückkehrt (01.07.2026 Goldman Sachs: Nach Iran-Krieg nun wieder Überangebot). Dieser Meinung sind auch die Analysten bei Haitong Futures in Shanghai, die zudem darauf hinweisen, dass der verschärfte Wettbewerb um Marktanteile die Preise zusätzlich unter Druck setzt. Zudem dürften sich die OPEC+-Staaten bei ihrem Treffen am Sonntag nach Angaben aus informierten Kreisen auf eine weitere Anhebung ihrer Förderziele ab August verständigen. Mit einer Normalisierung der Lage am Persischen Golf wird die Umsetzung dieser Anhebungen auch wieder realistischer und würde die Rückkehr zu einem Marktüberschuss unterstützen. Entsprechend korrigieren immer mehr Banken ihre Preisprognosen nach unten, zuletzt auch die Schweizer Großbank UBS, die ihre durchschnittliche Brent-Prognose für das dritte Quartal um 25 Dollar pro Barrel gesenkt hat. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Bank nun einen durchschnittlichen Brent-Preis von 80 Dollar. Für 2027 rechnet sie mit einem Durchschnittspreis von 75 Dollar. Gleichzeitig warnte die UBS davor, bereits von einer vollständigen Normalisierung der Lage auszugehen. Das Risiko steigender Preise überwiege weiterhin, da die Zahl der in den Persischen Golf einlaufenden Tanker hinter der der auslaufenden Schiffe zurückbleibe. MST Marquee-Analyst Kavonic weist zudem darauf hin, dass die Frage nach der Kontrolle über die Straße von Hormus noch nicht abschließend geklärt sei. Nach seiner Einschätzung könnte die Islamische Revolutionsgarde wenig Interesse daran haben, ihren Einfluss auf die Straße von Hormus aufzugeben. Die Möglichkeit, den globalen Ölhandel an diesem Engpass zu kontrollieren, sei ihr wichtigstes Druckmittel gegenüber der internationalen Gemeinschaft. Teheran hatte zuletzt immer wieder Pläne für Transitgebühren vorangetrieben, die jedoch von den USA strikt abgelehnt werden. Rohölbestände gesunken, Entspannung in Cushing 1. Juli 2026 Die Bestandsprognosen des American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend liefern ein gemischtes Bild. Während die Bestände bei Rohöl und bei Benzin viel deutlicher gesunken sein sollen, als erwartet, verzeichnen die Daten für die abgelaufene Berichtswoche bei den Destillaten einen deutlichen Anstieg. Auch die Situation im US-Zentrallager in Cushing (Oklahoma) hat sich laut API leicht entspannt. In den letzten Monaten waren die kommerziellen Lagerbestände hier regelrecht ausgeblutet und in der vergangenen Woche dann auch erstmals deutlich unter die 20 Mio. Barrel-Marke gefallen. Diese gilt als die kritische Marke, unter der ein reibungsloser Ablauf im Zentrallager nicht mehr gewährleistet werden kann, da die Füllstände der Lagertanks zu niedrig sind. Mit dem vom API gemeldeten Anstieg von +0,5 Mio. Barrel bleiben die Bestände in Cushing zwar immer noch gefährlich niedrig, doch der Abwärtstrend der letzten 9 Wochen wäre zumindest gebrochen. Der Ölmarkt steht auch zur Wochenmitte weiterhin im Zeichen der diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran sowie der schrittweisen Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Brent notiert heute früh um die 73 Dollar, nachdem der Kontrakt in den vergangenen drei Monaten nahezu ein Drittel seines Wertes eingebüßt hatte. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters verliefen die Gespräche der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Katar positiv. Auch die technischen Verhandlungen mit dem Iran kämen voran. Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und der Sondergesandte Witkoff waren am Dienstag zu den von der US-Regierung als „hochrangig“ bezeichneten Gesprächen in Doha eingetroffen. Iran und Gastgeber Katar stellten jedoch klar, dass die US-Delegation nicht direkt mit iranischen Vertretern zusammentreffen werde, sondern über Vermittler verhandle. Unterdessen mehren sich die Anzeichen für eine Erholung des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus. Seit den gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran am vergangenen Wochenende hat die Zahl der Schiffsbewegungen wieder zugenommen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte sogar, die Öllieferungen durch die Meerenge hätten inzwischen wieder das Vorkriegsniveau erreicht. Dennoch bleibt die Lage weiterhin fragil. So bekräftigte etwa der Iran erneut seinen Anspruch auf Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die wichtige Wasserstraße und trieb seinen Plan, Transitgebühren zu erheben, weiter voran. Dies verdeutlicht, dass zentrale Streitpunkte – darunter auch das iranische Atomprogramm oder ein dauerhaftes Ende der Kämpfe im Libanon – weiterhin ungelöst sind und die Gespräche innerhalb der 60-tägigen Frist erschweren dürften. „Die Straße von Hormus öffnet sich zwar weiter, doch die Entwicklung bleibt lückenhaft, unvorhersehbar und nicht vollständig transparent. Solange es keine neue Annäherung zwischen Washington und Teheran gibt, dürfte der Markt zunächst abwarten, bevor die Rohölpreise ihren Abwärtstrend wieder aufnehmen“, meint deshalb Vandana Hari, Gründerin des Analysehauses Vanda Insights. Andere Analysten zeigen sich optimistischer. „Wir erwarten, dass der Konflikt bis Ende Juli beendet sein wird“, glaubt etwa Samantha Dart von der globalen Rohstoffanalyse bei Goldman Sachs. „Sobald sich die Schiffsströme durch die Straße von Hormus normalisieren, rechnen wir mit einem Überangebot am Ölmarkt.“ Goldman Sachs prognostiziert für das kommende Jahr einen Angebotsüberschuss von nahezu 2 Mio. B/T – selbst unter Berücksichtigung der Wiederauffüllung strategischer Ölreserven. Auch Morgan Stanley warnte zuletzt vor einem drohenden Überangebot, da sich die Transporte durch die Straße von Hormus schneller als erwartet normalisieren. Die Bank senkte deshalb ihre Preisprognosen innerhalb von rund zwei Wochen bereits zum zweiten Mal (30.06.2026 Morgan Stanley senkt Preisprognosen erneut). Heute wartet man am Ölmarkt nun noch auf den DOE–Bestandsbericht, der zumindest kurzfristig ein Bild der Angebotslage in den USA liefern wird. Sollte sich die Lage im Zentrallager in Cushing entgegen der API-Daten doch wieder verschärft haben, könnte der Bericht durchaus bullishe Signale liefern. Unabhängig davon bleibt unsere fundamentale Einschätzung aber dennoch leicht bearish, denn auch, wenn es aktuell keine direkten Gespräche zwischen Iran und den USA gibt, bleiben die diplomatischen Kanäle dennoch zumindest offen. Zudem bleibt die Straße von Hormus offen und die Exporte am Persischen Golf scheinen sich schneller zu erholen als angenommen. Morgan Stanley senkt Preisprognosen erneut 30. Juni 2026 Die Analysten der Investmentbank Morgan Stanley haben ihre Preisprognosen für Dated Brent, die europäische Benchmark am physischen Markt, erneut gesenkt. Mittlerweile gehen sie davon aus, dass der Preis der Referenzsorte im dritten und vierten Quartal 2026 durchschnittlich bei jeweils 75 Dollar pro Barrel liegen dürfte. Damit korrigierten sie ihre vorherige Prognose für das dritte Quartal um 15 Dollar und die für das vierte Quartal um 5 Dollar nach unten. Auch für alle vier Quartale des kommenden Jahres wurden die Prognosen nach unten gesetzt. So erwartet man den Durchschnittspreis von Dated Brent im vierten Quartal 2027 nun bei 70 Dollar pro Barrel. Mit der jüngsten Abwärtskorrektur haben die Analysten von Morgan Stanley ihre Prognosen für Dated Brent nun bereits das zweite Mal innerhalb von etwa zwei Wochen gesenkt. In einer Mitteilung begründen sie die erneute Korrektur mit der schneller als erwarteten Erholung der Öllieferungen über die Straße von Hormus, bei gleichzeitig schwacher Nachfrage aus China und einem umfangreichen Angebot aus den USA - eine Kombination, die nach Einschätzung der Ökonomen zu einem Angebotsüberschuss führen dürfte. Nach den gegenseitigen Angriffen vom Wochenende sind die Marktteilnehmer darauf gespannt, ob es im katarischen Doha am heutigen Dienstag tatsächlich zu den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommen wird, die US-Präsident Trump in einem Post auf seiner Kommunikationsplattform am gestrigen Montag ankündigte. Von iranischer Seite hieß es zuletzt, man werde zwar Gespräche führen, allerdings nur mit dem Oman und zwar darüber, wie die gemeinsame Regulierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus künftig vonstatten gehen soll. In einer Pressekonferenz stellte der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi am gestrigen Montag auch klar, dass sein Land die Regulierung des Schiffsverkehrs in der Meerenge auch alleine übernehmen werde, "falls Oman aus irgendeinem Grund kein Interesse daran hat." Der Iran werde vorübergehende Transitrouten in der Straße von Hormus festlegen und habe den Oman gewarnt, "dass andere Länder kein Recht haben, sich in diese Angelegenheit einzumischen", so Gharibabadi weiter. Nach ausgiebigem Kooperationswillen klingt dies nicht, sodass auch die Frage bleibt, ob die Durchfahrt durch die für den internationalen Handel so wichtige Meerenge nach der 60-tägigen Schonfrist im Hinblick auf Transitgebühren weiterhin ohne Abgaben an den Iran möglich sein wird. US-Präsident Trump hielt seine Aussagen gegenüber Journalisten zu den von ihm angekündigten Verhandlungen in Doha am gestrigen Montag gewohnt vage und sagte, das Treffen werde "vielleicht wichtig (sein), vielleicht auch nicht." Laut Analyst Tim Waterer von KCM Trade ist der Markt daher zwar "vorsichtig optimistisch, hält sich aber noch bedeckt, bis wir konkretere Anzeichen einer Deeskalation sehen." Auf Seite der Nachfrage sorgten heute Morgen besser als erwartete Einkaufsmanagerindizes aus China für leichten Optimismus. "Die besten offiziellen EMI-Werte seit zehn Monaten deuten darauf hin, dass die chinesische Wirtschaft wieder etwas an Dynamik gewonnen hat", kommentiert Julian Evans-Pritchard, Leiter der Abteilung für chinesische Wirtschaft bei Capital Economics, die heute Morgen veröffentlichten Indizes für Juni. Allerdings warnt Evans-Pritchard auch, dass sich die Erholung stark auf Exporte und mit KI verbundener Technologie stütze. Wie sich die Nachfrage in den USA in der vergangenen Woche entwickelt hat, wird der Ölmarktbericht des DOE morgen um 16:30 Uhr zeigen. Auch wird aus dem Bericht natürlich hervorgehen, wie sich die US-Ölbestände in der Woche zum 26. Juni entwickelt haben, allen voran, ob die Vorräte im US-Zentrallager in Cushing (Oklahoma) noch stärker gesunken sind, nachdem sie bereits in der Woche zuvor unter das operative Minimum gerutscht waren.
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Beim Gedanken an Bio-Diesel kommen oft negative Assoziationen wie Nahrungsmittelverschwendung und Schäden für Motoren auf. Aus diesem Grund klären wir Sie gerne auf: Unser Bio-Diesel wird ausschliesslich aus Rest- und Abfallstoffen der Nahrungsmittelindustrie hergestellt, wodurch keine Nahrungsmittel verschwendet werden. Zudem sparen Sie mit dem Anteil des Bio-Diesel bis zu 90 % an CO2 ein und leisten so Ihren Beitrag zum Schutz der Umwelt. BIO-DIESEL Beim Gedanken an Bio-Diesel kommen oft negative Assoziationen wie Nahrungsmittelverschwendung und Schäden für Motoren auf. Aus diesem Grund klären wir Sie gerne auf: Unser Bio-Diesel wird ausschliesslich aus Rest- und Abfallstoffen der Nahrungsmittelindustrie hergestellt, wodurch keine Nahrungsmittel verschwendet werden. Zudem sparen Sie mit dem Anteil des Bio-Diesel bis zu 90 % an CO2 ein und leisten so Ihren Beitrag zum Schutz der Umwelt. OFT GESTELLTE FRAGEN UND ANTWORTEN Warum wird dem fossilen Diesel Bio-Diesel beigemischt? Gemäss CO2-Gesetz müssen bis 2030 die Emissionen von Treibhausgasen um mind. 50 % gegenüber dem Stand von 1990 reduziert werden. Seit 2022 verpflichtet das CO2-Gesetz die Mineralölbranche, bis 2024 durchschnittlich 20 % der durch den Verkehr in der Schweiz verursachten Treibhausgas-Emissionen im In- und Ausland zu kompensieren. Was passiert, wenn die Mineralölbranche die Kompensation nicht erreicht? Die CO2-Abgabe könnte zulasten der Konsumentinnen und Konsumenten erhöht werden. Woraus wird der Bio-Diesel hergestellt? Aus Rest- und Abfallstoffen, die weder als Nahrungsmittel noch als Futtermittel verwendet werden können. Was für eine Qualität hat der Bio-Diesel? Der Bio-Diesel übertrifft die EN 14214 und wird mit einer professionellen Blending-Anlage in den Tanklagern dem fossilen Diesel beigemischt. So kann höchste Qualität gewährleistet werden. Bieten alle Tankstellen Diesel mit 7 % Bio-Anteil an? Ja, praktisch alle Markentankstellen verkaufen Diesel mit 7 % Bio-Diesel, damit das CO2-Gesetz eingehalten werden kann. Woher kommt der Diesel? Wir laden den Diesel in St. Gallen, Arnegg, Sennwald, Landquart und Schwarzenbach. Auch AVIA, Migrol, Coop und andere Marken beladen ihre Fahrzeuge in diesen Tanklagern. Schadet der Bio-Diesel den Motoren? Nein, alle Motoren sind von Werk aus dafür ausgelegt, dass diese mit mindestens 7 % Bio-Treibstoff betrieben werden können. Kann ich für meine private Tankstelle (z. B. als Landwirtin oder Landwirt) trotzdem Diesel (B0) ohne Bio-Diesel bestellen? Ja, die Kundinnen und Kunde können frei entscheiden, welche Qualität sie möchten. Standardmässig wird Diesel B7 geliefert, damit die CO2-Ziele erreicht werden können. Kann man auch mehr Bio-Diesel beimischen? Ja, bereits heute haben wir Kundinnen und Kunden, die mit einer Mischrate von bis zu 30 % fahren. Ausserdem fahren einige mit 100 % Bio-Diesel. Wie wird die Thematik in den Nachbarländern gehandhabt? In der EU gilt per Gesetz seit über 15 Jahren eine Beimischpflicht. Diesel ohne Bio-Anteile darf nicht mehr eingesetzt werden. Vorteile? Weniger CO2-Ausstoss Keine Nahrungs- oder Futtermittel Kein Schaden am Fahrzeug (werkseitige Freigabe aller Marken) Kein Mehrverbrauch Günstiger Preis Download Datenblatt
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- agrolasg.ch | AGB
Unsere allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen für Produkte und Dienstleistungen der LAVEBA Energie. ALLGEMEINE VERKAUFS- UND LIEFERBEDINGUNGEN 1. Geltungsbereich und Vertragspartner LAVEBA vermittelt ihren Partnerhändlern (LANDI oder andere Verkaufsstellen) und bietet auch selbst Brenn- und Treibstoffe inkl. Holz-Pellets und AdBlue zum Verkauf an. Die vorliegenden AGB sind auf alle entsprechenden Kaufverträge anwendbar, während die einzelnen Kaufverträge ausschliesslich zwischen dem Lieferanten und dem Besteller entstehen. 2. Offerten/Vertragsabschluss Die von LAVEBA veröffentlichten Preise und Zahlungskonditionen sind unverbindlich und dienen zur Offert-Stellung. Sämtliche Offerten verstehen sich als freibleibend. Der Kaufvertrag kommt durch Annahme der telefonischen oder schriftlichen Bestellung durch den Verkäufer zustande und ist verbindlich. Der Verkäufer stellt sodann eine schriftliche Auftragsbestätigung aus. 3. Datenschutz LAVEBA bearbeitet nur Daten, die für die Erbringung der Dienstleistungen, die Abwicklung und Pflege der Kundenbeziehung, die betriebliche Sicherheit sowie die Rechnungsstellung benötigt werden. Mit dem Absenden der Bestellung bestätigt der Besteller die Korrektheit und Vollständigkeit der von ihm gemachten Angaben. LAVEBA ist berechtigt, die von den Bestellern gemachten Angaben jederzeit zu überprüfen und für Marketingzwecke innerhalb der LAVEBA zu bearbeiten. 4. Haftung und Gewährleistung seitens LAVEBA LAVEBA übernimmt keinerlei Haftung oder Gewährleistung in Bezug auf die zwischen den Bestellern und den Lieferanten abgeschlossenen Kaufverträge, soweit LAVEBA nicht selbst als Lieferant auftritt. Insbesondere haftet LAVEBA gegenüber den Vertragsparteien weder für die Eigenschaften, die Qualität und die Verfügbarkeit der vereinbarten Leistungen, noch für irgendwelche direkten oder indirekten Schäden. 5. Preis und Zahlungsbedingungen Die Preise verstehen sich, soweit nicht anders vermerkt, in Schweizerfranken inklusive aller Gebühren, Abgaben, Zölle, Transport, Umschlags und Versicherungskosten. Jede Veränderung der Warenpreise, hervorgerufen durch die Erhöhung der Zoll, Carbura, Fiskal sowie sonstiger öffentlicher Abgaben irgendwelcher Art, welche zwischen Vertragsabschluss und Ablieferung der Ware an den Verkäufer eintreten, gehen zu Lasten des Käufers. Im Rechnungsbetrag ist die MwSt. enthalten, die Zahlungsfrist beträgt grundsätzlich 14 Tage netto, oder gemäss Auftragsbestätigung. 6. Rücktritt vom Vertrag Die Annullierung des Vertrages durch den Käufer berechtigt den Verkäufer zu Schadenersatz: Sofern der Tagespreis bei der Annullierung tiefer als der bestätigte Kaufpreis ist, wird dem Käufer die Differenz zwischen dem bestätigten Kaufpreis und dem aktuellen Tagespreis zuzüglich einer Umtriebsentschädigung im Betrage von CHF 150.– exkl. MwSt. in Rechnung gestellt. Ist der aktuelle Tagespreis höher als der bestätigte Kaufpreis, wird nur die Umtriebsentschädigung in Rechnung gestellt. 7. Termine Verbindlich sind die ausschliesslich schriftlich zugesicherten Termine. Solche Termine verlängern sich angemessen, wenn dem Verkäufer Angaben, die für die Ausführung benötigt werden, nicht rechtzeitig zugehen, oder wenn der Kunde diese nachträglich ändert. wenn Hindernisse auftreten, die ausserhalb des Willens des Verkäufers liegen, wie *Höhere Gewalt (*siehe auch Pos.12) und überdurchschnittlich grosse Nachfrage wenn der Kunde einen ersten vom Transporteur vorgeschlagenen Liefertermin nicht akzeptiert. Die Lieferung wird dem Kunden vom Transporteur voravisiert. Bei Nichtlieferung zum vereinbarten Zeitpunkt muss der Kunde den Verkäufer in Verzug setzen. Lieferverzug allein berechtigt nicht zum Rücktritt vom Vertrag oder zu Schadenersatz. 8. Versand Für durch den Transporteur verursachte Verspätungen übernimmt der Verkäufer keine Haftung. 9. Informationspflicht des Kunden/Zusätzliche Abladestellen/Erschwerte Lieferungen Der Käufer hat den Verkäufer auf besondere umgebungstechnische Erschwernisse sowie auf gesetzliche, behördliche oder andere Vorschriften am Bestimmungsort aufmerksam zu machen, soweit sie für die Auslieferung der zu liefernden Ware von Bedeutung sind. Er hat weiter vor einer Bestellung/Anlieferung die freie Kapazität seines Tanks zu ermitteln und ist für einen einwandfreien technischen Zustand des Tanks und der Überfüllsicherung verantwortlich. Wird die Bestellmenge auf zwei oder mehrere Abladestellen verteilt, gelten die beim Verkäufer aktuellen Abladezuschläge. Erschwerte Lieferungen, welche einen hohen Zeitaufwand verursachen oder zusätzliches Personal benötigen sowie Abladestellen, welche mehr als 50 m Schlauchlänge erfordern (bei Pellets-Lieferungen mehr als 30 m), können nur gegen Belastung der Mehrkosten ausgeführt werden. Sind die örtlichen Verhältnisse bei Bestellung nicht bekannt, ist der Verkäufer berechtigt, nachträglich dem Kunden die Mehrkosten in Rechnung zu stellen. Die Zufahrt muss für 18 t Lastwagen geeignet sein. Ist eine Zufahrt zur Liegenschaft oder eine Lieferung aufgrund technischer Mängel in, um und an der Tankanlage nicht möglich, gehen die Mehrkosten für Transport und Vertragsrücktritt (Ziff.6) zu Lasten des Kunden. Um eine weitgehend staubfreie Befüllung mit Pellets zu garantieren, sind die Einfüll- und Abluftstutzen (belüftbar) im Freien anzubringen und mit Storz-Kupplungen vom Typ A, Nennweite 110 mm, zu bestücken. Bei einer Schlauchlänge von über 30 Metern wird keine Garantie für die Pellets-Qualität übernommen. Für den Betrieb des Staub- und Rückluftabsauggeräts wird eine mit 13 Ampere träge abgesicherte 230-Volt-Steckdose benötigt. Der Lieferant schliesst jegliche Haftung aus, wenn Schäden infolge nicht ordnungsgemässer Bereitstellung der Heizanlage entstehen. 10. Minderungen/Nachlieferungen Sollte die ausgelieferte Menge aus Platzgründen um mehr als 10 Prozent oder 1000 lt/ kg unter der Bestellmenge liegen, ist der Verkäufer berechtigt, den Verkaufspreis der entsprechenden Mengenkategorie für die gesamte Liefermenge anzuwenden. Der Vermerk «Tank füllen» wird als Wunsch und ohne eine Lieferverpflichtung entgegengenommen. Liegt die Liefermenge des Verkäufers um mehr als 10 Prozent und mindestens 500 lt/kg unter der Bestellmenge, so kann der Käufer innerhalb zehn Tagen eine Nachlieferung ohne zusätzliche Kosten verlangen. 11. Fakturierung Die Fakturierung erfolgt aufgrund der Lieferung am Messapparat festgestellten Menge in Liter kompensiert bei 15 Grad. 12. Zahlungsverzug Zahlungen haben innerhalb der Zahlungsfrist gemäss Rechnung ohne Abzug von Skonto zu erfolgen. Bei Nichteinhaltung des Zahlungsziels werden Verzugszinsen und gegebenenfalls ein Verzugsschaden geltend gemacht. Verzug löst ohne besondere Mahnung einen Verzugszins aus in der Höhe von fünf Prozent über dem jeweiligen Diskontsatz der Schweizerischen Nationalbank am Tag der Fälligkeit. Die Verrechnung durch den Kunden ist ausgeschlossen. Es werden nach erfolglosem Ablauf der Zahlungsfrist sämtliche offenen Forderungen zur Zahlung fällig. Zudem können weitere Auslieferungen abgelehnt werden. Der Verkäufer behält sich in diesem Fall weitere Forderungen gegenüber dem Kunden vor. 13. Eigentumsvorbehalt Die vom Verkäufer gelieferte Ware steht bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises unter Eigentumsvorbehalt. Der Käufer verpflichtet sich in diesem Falle, freien Zugang zur Ware zu gewähren und verzichtet ausdrücklich auf jegliche Art von Widerspruch. 14. Änderungen der allgemeinen Bedingungen Nur schriftlich vom Verkäufer bestätigte Änderungen der allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen sind rechtsverbindlich. 15. Höhere Gewalt/Lieferverhinderungen/Haftung Höhere Gewalt entbindet den Verkäufer von seiner Lieferverpflichtung. Als Fälle höherer Gewalt gelten namentlich Kriege, Revolutionen, Streiks, Sperren, Ein- und Ausfuhrverbote und sonstige behördliche Massnahmen im In- und Ausland, jede Art von Betriebsstörung, Beschädigung von Rohstoffen, Hilfsmaterialien und der Ware selbst. Die Haftung des Verkäufers beschränkt sich in jedem Fall auf grobe Fahrlässigkeit seiner Organe. Er ist nicht verpflichtet, bestellte Ware vor dem Ablieferungstermin im Inland bereit zu stellen. Bei Nichtlieferung zum vereinbarten Zeitpunkt muss der Käufer den Verkäufer in Verzug setzen und eine verhältnismässige Nachlieferfrist gewähren. Nichtlieferung zum vereinbarten Zeitpunkt berechtigt den Käufer nicht zum Rücktritt vom Vertrag. 16. Heizöl und Dieselöl Der Verkauf von Heizöl erfolgt gegen eine bei der Eidg. Oberzolldirektion in Bern zu hinterlegende Verwendungsverpflichtung (Art. 20 Mineralölsteuerverordnung vom 20. November 1996). – Gemäss Art. 24 Mineralölsteuerverordnung darf Heizöl nur zu Feuerungszwecken, andere Waren nur zum in der Verwendungsverpflichtung aufgeführten Zweck verwendet werden. Zuwiderhandlungen werden nach dem Mineralölsteuergesetz geahndet. 17. Gerichtsstand und Anwendbares Recht Der ausschliessliche Gerichtsstand ist St.Gallen. Anwendbares Recht: CH-Recht (Das Rechtsverhältnis zwischen dem Verkäufer und dem Käufer untersteht schweizerischen Recht)
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Teilnahmebedingungen Autoshow Teilnahmebedingungen – Hauptgewinn Ein Wochenende mit dem Škoda Kodiaq RS Veranstalter des Wettbewerbs ist die Autocenter Säntis AG, Bildstrasse 3, 9015 St. Gallen. 1. Teilnahmeberechtigung Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die zum Zeitpunkt der Teilnahme: mindestens 25 Jahre alt sind im Besitz eines gültigen Schweizer Führerausweises der Kategorie B sind ihren Wohnsitz in der Schweiz haben Der Veranstalter behält sich das Recht vor, vor der Fahrzeugübergabe einen entsprechenden Alters- sowie Führerausweisnachweis zu verlangen. Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt kostenlos und ohne Kaufzwang. Pro Person ist nur eine Teilnahme zulässig. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Teilnehmende ohne Angabe von Gründen vom Wettbewerb auszuschliessen. 2. Gewinn Verlost wird die Nutzung eines Škoda Kodiaq RS (oder eines gleichwertigen Fahrzeugs) für ein Wochenende (Freitag bis Sonntag oder nach individueller Vereinbarung). Im Gewinn inbegriffen ist ausschliesslich die Fahrzeugnutzung. Nicht im Gewinn enthalten sind insbesondere: Treibstoffkosten (gehen vollständig zulasten der Gewinnerin bzw. des Gewinners) allfällige Bussen, Gebühren oder sonstige Zusatzkosten Die Ziehung erfolgt am 02. April 2026 unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch den Veranstalter. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird anschliessend schriftlich oder telefonisch benachrichtigt. Der Gewinn muss im Zeitraum vom 01.05.2026 bis spätestens 31.09.2026 eingelöst werden. Andernfalls verfällt der Gewinn ersatzlos. Der Entscheid des Veranstalters über die Gewinnermittlung ist endgültig. Eine Barauszahlung oder ein Umtausch des Gewinns ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Im Übrigen bleibt der ordentliche Rechtsweg vorbehalten. 3. Versicherung und Selbstbehalt Das Fahrzeug ist entsprechend versichert. Im Schadenfall trägt die Gewinnerin bzw. der Gewinner einen Selbstbehalt von CHF 1’000.–. Für grobfahrlässiges oder widerrechtliches Verhalten haftet die Gewinnerin bzw. der Gewinner im gesetzlichen Rahmen. 4. Nutzung des Fahrzeugs Für die Nutzung des Fahrzeugs gelten folgende Bedingungen: Die maximale Fahrleistung beträgt 1’000 Kilometer für das gesamte Wochenende. Mehrkilometer können vom Veranstalter nachträglich in Rechnung gestellt werden. Das Fahrzeug ist sorgfältig zu behandeln und in ordnungsgemässem Zustand zurückzugeben. Rauchen sowie das Mitführen von Tieren im Fahrzeug sind untersagt. Das Fahrzeug verbleibt zu jeder Zeit im Eigentum des Veranstalters. 5. Foto- und Videoaufnahmen / Einwilligung / Datenschutz Die Gewinnerin bzw. der Gewinner erklärt sich damit einverstanden, dass im Rahmen der Fahrzeugübergabe sowie der Gewinnabwicklung Foto- und Videoaufnahmen erstellt werden können. Mit der Annahme des Gewinns erteilt die Gewinnerin bzw. der Gewinner dem Veranstalter das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbeschränkte Recht, diese Aufnahmen für Marketing- und Kommunikationszwecke zu verwenden (insbesondere Website, Social Media, Printmedien und Online-Werbung). Ein Anspruch auf Vergütung besteht nicht. Diese Einwilligung ist keine Voraussetzung für die Annahme des Gewinns und kann jederzeit widerrufen werden. Im Falle eines Widerrufs werden bereits veröffentlichte Aufnahmen nach Möglichkeit entfernt. Der Veranstalter verpflichtet sich, die im Zusammenhang mit dem Wettbewerb erhobenen Daten sorgfältig zu behandeln und gemäss den geltenden Datenschutzbestimmungen zu verarbeiten. Weitere Informationen zur Datenbearbeitung sind in der Datenschutzerklärung unter https://laveba.ch/datenschutzerklaerung-2/ und https://www.autocentersaentis.ch/de/datenschutz ersichtlich. 6. Annahme der Teilnahmebedingungen Mit der Teilnahme am Wettbewerb akzeptieren die Teilnehmenden diese Teilnahmebedingungen.